Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 28. September 2026
Entwurf zur anwaltlichen Prüfung. Dieser Text ist noch nicht geprüft und nicht rechtsverbindlich.
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von Talkward zwischen der Pangolin UG (haftungsbeschränkt) i. G., Hansestr. 3, 59590 Geseke („Anbieter“), und ihren Kunden.
- Talkward richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern schließt der Anbieter nicht.
- Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungen
- Talkward ist eine Software, die der Anbieter als Dienst über das Internet bereitstellt (Software as a Service). Sie umfasst einen gemeinsamen Posteingang für Web-Chat, E-Mail, WhatsApp, Instagram und Facebook sowie, je nach gebuchter Stufe und gebuchten Apps, einen KI-Agenten, Übersetzung, Zusammenfassungen, Statistik und Schnittstellen.
- Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Leistungsbeschreibung der gebuchten Stufe und Apps. Grenzen wie Anzahl der Mitarbeiter, Marken, KI-Agenten, aktiven Kontakte und KI-Credits sind dort festgelegt.
- Der Talkward-Connector für JTL-Wawi ist Teil der App „JTL-Wawi“. Der Kunde installiert ihn auf eigenen Systemen. Der Connector greift nur lesend auf die Datenbank der Wawi zu und führt nur fest definierte Abfragen aus.
- Die Anbindung an WhatsApp, Instagram und Facebook setzt ein Konto des Kunden bei Meta voraus. Gebühren, die Meta für WhatsApp-Gespräche erhebt, zahlt der Kunde direkt an Meta. Für Leistungen und Verfügbarkeit von Meta ist der Anbieter nicht verantwortlich.
- Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und ändern, soweit die vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
§ 3 Künstliche Intelligenz
- Antworten des KI-Agenten entstehen automatisch auf Grundlage der Wissensbasis des Kunden und, falls gebucht, der Daten aus der angebundenen Warenwirtschaft. Sie können unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Kunde prüft die Einstellungen und die Wissensbasis in eigener Verantwortung.
- Nachrichten des KI-Agenten sind gegenüber Endkunden als KI-Antworten gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung lässt sich nicht abschalten (Art. 50 KI-Verordnung).
- Der Kunde setzt den KI-Agenten nicht für Entscheidungen ein, die Endkunden rechtlich oder in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigen, ohne dass ein Mensch sie prüft.
§ 4 Testphase und Vertragsschluss
- Neue Kunden können Talkward 14 Tage lang kostenlos im Umfang der Stufe Professional testen. Die Testphase endet automatisch; sie verlängert sich nicht kostenpflichtig, wenn der Kunde keine Stufe bucht.
- Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde eine kostenpflichtige Stufe oder App bucht und der Anbieter die Buchung bestätigt.
§ 5 Preise und Zahlung
- Es gelten die bei Buchung angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Stufen werden nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich im Voraus abgerechnet. Bei jährlicher Abrechnung zahlt der Kunde für zwölf Monate den zehnfachen Monatspreis der Stufe. Apps werden monatlich im Voraus abgerechnet. Verbrauchsabhängige Leistungen (zum Beispiel SMS) rechnet der Anbieter nachträglich ab.
- Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe per Lastschrift oder Kreditkarte.
- Gerät der Kunde mit einer Zahlung mehr als 14 Tage in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung einschränken. Das Chat-Widget verweist Endkunden dann nur noch auf die E-Mail-Adresse des Kunden.
- Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vorher in Textform an. Der Kunde kann zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. Bei jährlicher Abrechnung gilt ein geänderter Preis erst ab der nächsten Vertragslaufzeit.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
- Bei monatlicher Abrechnung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten zum Ende eines Abrechnungsmonats gekündigt werden.
- Bei jährlicher Abrechnung läuft der Vertrag zwölf Monate. Er verlängert sich um jeweils weitere zwölf Monate, wenn ihn keine Seite mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit kündigt. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung ist ausgeschlossen; bereits gezahlte Beträge werden nicht anteilig erstattet. Zum Ende der Laufzeit kann der Kunde auf monatliche Abrechnung wechseln.
- Apps sind unabhängig von der Abrechnung der Stufe einzeln zum Ende eines Abrechnungsmonats kündbar.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten 30 Tage lang exportieren. Danach löscht der Anbieter sie, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht.
§ 7 Verfügbarkeit
- Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Monatsmittel. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster und Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, etwa bei Meta, Anthropic, E-Mail-Anbietern oder im Netz des Kunden.
- Ist der Connector des Kunden nicht erreichbar, teilt der KI-Agent dem Endkunden mit, dass er gerade nicht nachsehen kann, und übergibt das Gespräch an das Team.
§ 8 Pflichten des Kunden
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, richtet für jeden Mitarbeiter ein eigenes Konto ein und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.
- Der Kunde ist gegenüber seinen Endkunden für eine rechtmäßige Verarbeitung verantwortlich. Er informiert sie in seiner Datenschutzerklärung über den Einsatz von Talkward und holt nötige Einwilligungen ein, zum Beispiel für WhatsApp-Nachrichten oder die Bildschirmansicht.
- Der Kunde nutzt Talkward nicht für Werbung ohne Einwilligung, rechtswidrige Inhalte oder in einer Weise, die die Richtlinien von Meta verletzt.
§ 9 Datenschutz und Vertraulichkeit
- Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil dieses Vertrags und nennt die Unterauftragsverarbeiter.
- Die Daten jedes Kunden sind technisch von den Daten anderer Kunden getrennt. Zugangsdaten zu Postfächern und Konten des Kunden speichert der Anbieter verschlüsselt.
- Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite vertraulich, auch über das Vertragsende hinaus.
§ 10 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die Vergütung der letzten zwölf Monate. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
- Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die verschuldensunabhängige Haftung für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
- Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei regelmäßiger Datensicherung durch ihn entstanden wäre.
§ 11 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht, etwa eine Gesetzesänderung oder neue Funktionen. Er teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vorher in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; darauf weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Widerspricht der Kunde, können beide Seiten zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
- Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.